Kultur - Zeit - Geschichte
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Das Museum Burg Zug ermöglicht Einblicke in die vielfältige Kulturgeschichte von Stadt und Kanton Zug mit Beispielen aus der kirchlichen und weltlichen Kunst, der bürgerlichen Wohnkultur sowie aus Handwerk und Gewerbe.
Im katholischen Zug hat die Sakralkunst seit jeher einen grossen Stellenwert. Im Ausstellungsraum mit mittelalterlicher Kirchenkunst werden Werke von internationaler Bedeutung wie das vor 1300 entstandene Astkreuz aus Unterägeri, die gotische Heiliggrabtruhe aus Baar und das 1492 gemalte Tafelbild des Stifters der neben der Burg errichteten Kirche St. Oswald gezeigt.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Wohnkultur. Zu sehen sind bürgerliche Wohnräume, die mit kunstvoll gearbeiteten Schränken, Kommoden oder Tischen aus dem 17. und 18. Jahrhundert möbliert sind. Ein reizvolles Beispiel für den kulturellen Einfluss fremder Kriegsdienste ist das von Oberstleutnant und Burgbesitzer Franz Fidel Landtwing in der Art eines französischen Salons eingerichtete Rokoko-Kabinett. Aus der Zeit der letzten Besitzerfamilie schliesslich stammt das nach ihr benannte Hediger-Zimmer mit Wandtäfer und Felderdecke von 1890 im Stil der Neurenaissance.
In Stadt und Kanton Zug gehörten Gewerbe, Handwerk und Kunsthandwerk bis weit ins 20. Jahrhundert hinein zu den bedeutenden Erwerbszweigen. Diese werden stellvertretend repräsentiert durch die weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannte Hafnerei Keiser in Zug (1856 - 1938), eine Schuhmacherwerkstatt um 1930 aus Risch und die Drogerie Luthiger in Zug (1814-1987). Originale Produkte, Werkzeuge, Apparate und Mobiliar machen die Betriebe zu erlebnisreichen Ensembles.
Das interaktive Stadtmodell mit Licht und Ton gibt Zug um 1730 detailgetreu wieder und vermittelt die Entwicklung der Stadt von ihrer Gründung um 1200 bis um 1950.
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