Museum Burg Zug
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19. Juni 2019 bis 26. Januar 2020

ERNSTFALL! DIE SCHWEIZ IM KALTEN KRIEG

Crowdfunding «Die Bloodhound vom Gubel»

 

https://wemakeit.com/projects/die-bloodhound-vom-gubel


Dem Fall der Berliner Mauer und dem Zerfall der Sowjetunion vorangegangen waren unter anderem ein Wettlauf der Aufrüstung zwischen West und Ost. Auch die neutrale Schweiz blieb davon nicht verschont und investierte in Lenkwaffen, die Bloodhounds. Diese waren an verschiedenen Orten in der Schweiz aufgestellt. Einer der Orte war der Gubel im Kanton Zug. Als sich anfangs der 1980er Jahre eine erneute atomare Aufrüstung in Europa abzeichnete, formierte sich jedoch auch eine neue Friedensbewegung und die zunehmende Angst vor einem Atomkrieg führte in ganz Europa zu Demonstrationen. 

Um die Zeit der Aufrüstung aufzuzeigen, möchte das Museum Burg Zug eine solche, heute entschärfte, Bloodhound vom Gubel während der Ausstellung im Burghof vor dem Museum platzieren. Die Friedensbewegung wird durch Transparente, die der Lenkwaffe gegenüber stehen, veranschaulicht. Die Besucher werden somit bereits im Burghof die verschiedenen Stimmungen der Zeit des Kalten Krieges spüren können.

Das Museum Burg Zug braucht dazu jedoch die Hilfe der Bevölkerung und ruft zur Unterstützung via Crowdfunding auf. Gesucht werden CHF 11 000, die in den Transport, den Auf- und Rückbau, die Versicherung und Miete der Bloodhound sowie in die Produktion der Friedenstransparente fliessen. Das Projekt «Die Bloodhound vom Gubel» ist ab Montag, 15. April 2019 ab 12 Uhr auf der Crowdfundingplattform www.wemakeit.com aufgeschaltet. Es läuft bis am Mittwoch, 29. Mai 2019. Bereits kleine Beiträge helfen dem Museum das starke Objekt für die Ausstellung gewinnen zu können. Das Museum Burg Zug bedankt sich bereits im Voraus für jegliche Unterstützung.

Crowdfunding basiert auf der Idee der Schwarmfinanzierung. Dabei werden innovative Projekte von Privatleuten durch Kleinbeiträge finanziert. Die Spender können wählen, ob sie das Projekt belohnungsfrei unterstützen oder eine Gegenleistung erhalten möchten. Das Museum Burg Zug bietet Spendern zum Beispiel eine exklusive Preview-Führung vor der offiziellen Eröffnung oder diverse Angebote zu den Rahmenveranstaltungen an. Weiter stehen Tickets für besondere Kinoabende, bei denen unter anderem der Film «Dr. Strangelove or: How I Stopped Worrying and Love the Bomb» von Stanley Kubrick gezeigt wird oder eine VIP-Behandlung inklusive den besten Plätzen während der Vortragsreihe zur Ausstellung zur Auswahl. Es referieren national bekannte Historiker und Historikerinnen wie Titus Meier, Christian Koller, Sibylle Marti oder Silvia Berger Ziauddin an insgesamt vier Abenden zu diversen Themen des Kalten Krieges in der Schweiz.

19. Juni 2019 bis 26. Januar 2020

ERNSTFALL! DIE SCHWEIZ IM KALTEN KRIEG

2019 jährt sich das Ende des Kalten Krieges zum 30. Mal. Der Fall der Berliner Mauer und die politischen Umwälzungen in den Ostblockstaaten machen 1989 zu einer historischen Zäsur. Wesentliche Merkmale des Kalten Krieges waren die Furcht vor dem Atomkrieg sowie das gegenseitige Misstrauen. Ab den 1970er Jahren überlagerten gesellschaftliche Forderungen den politisch-ideologischen Konflikt zunehmend.

Das «Gleichgewicht des Schreckens» prägte auch die Schweiz. Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur waren stark vom Kalten Krieg und dessen Feindbildern eingenommen. Das Klima war politisch aufgewühlt und antikommunistisch eingefärbt. Vor dem Hintergrund der stärker werdenden Friedens- und Anti-Atombewegung kam es in der Schweiz zu gesellschaftspolitischen Spannungen, die 1989 mit dem «Fichenskandal» und der GSoA-Armeeabschaffungsinitiative öffentlich aufbrachen.

Die Ausstellung zeigt die Entstehung des bipolaren Weltbildes des Kalten Krieges, zeichnet die wechselseitigen Feindbilder nach und beleuchtet die daraus entstandenen politischen und gesellschaftlichen Gegensätze.