Altarteppich aus der Kirche des Klosters Maria Opferung Zug
Querformatiger, rechteckiger Altarteppich aus der ehemaligen Klosterkirche Maria Opferung in Zug. Handgestickter Gobelin (Gobelinstickerei/Petit-Point-Stickerei/Perlstickerei), auf einer Längsseite mittig eine längliche Aussparung mit abgerundeten Ecken (für den Hochaltar?). Der Teppich ist mit verschiedenen Pflanzenornamenten und geometrischen Mustern, in den Farben Rot, helles Rosarot, Grau, Schwarz und Cremeweiss versehen.
Gemäss Notiz wurde dieser Altarteppich unter Anleitung von Schwester Hildegard Hauser (Profess 1881, bis 1897 Handarbeitslehrerin. Von 1897 bis 1913 Präfektin/Schulleiterin) durch Institutsschülerinnen gestickt und «an hohen Feiertagen im Altarraum der Klosterkirche ausgelegt», konnte aber «nach der Umgestaltung der Klosterkirche [gemeint ist vermutlich 1972] dort nicht mehr verwendet werden».
Der Altarteppich stammt aus dem ehemaligen Kapuzinerinnenkloster Maria Opferung in Zug. Nach dem Tod der Mutter Oberin 2019 und dem Wegzug der letzten Schwestern aus dem Kapuzinerinnenkloster Anfang 2021 ging das Kloster in den Besitz des Vereins Kloster Maria Opferung über. Der Verein entschied sich, die Gebäude zu sanieren und sie einer neuen Nutzung zuzuführen. Im Rahmen des Erschliessungsprojekts «Kloster Maria Opferung» (2021–2024) gelangten diverse Objekte ins Museum Burg Zug, unter anderem auch der Altarteppich. Weitere Informationen zum Erschliessungsprojekt finden Sie im Artikel «Das mobile Kulturgut aus dem ehemaligen Kapuzinerkloster Maria Opferung in Zug. Über 400 Jahre zugerische Sakral-, Kultur- und Bildungsgeschichte in Objekten» Dr. Marco Sigg, Tugium 40 2024, Seite 87–158.