Messgewandschild, gestiftet von Schwester Maria Cherubina Aloisia Schwerzmann (1698–1743)
Messgewandstifterschild aus getriebenem Silber. Oben ein brennendes und mit der Dornenkrone umkränztes Herz Jesu in einem Strahlenkranz, darunter drei mit Pfeilen durchbohrte Herzen Jesu, allesamt von Wolken umgeben. Unten die vor einem Altar kniende Ordensschwester Schwerzmann, wie sie mit der Rechten Christus ihr Herz weiht (worauf der Spruch hinweist). Links von ihr ein ovales, schräg positioniertes Wappen der Familie Schwerzmann in Kartusche. Am Rand umlaufend ein zweimal durchbrochenes Spruchband mit Hinweis zum Motiv und Namensnennung der Stifterin sowie Datierung («Filia Praebe mihi Cor tuum / Praebuit una cum hoc dono Sr. Maria Cherubina Aloysia Schwertzman. A[nn]o 1714» = «Tochter, gib mir dein Herz / sie gab es zusammen mit diesem Geschenk Schwester Maria Cherubina Aloisia Schwerzmann. Im Jahr 1714»).
Dieses Messgewandschild stiftete Schwester Maria Cherubina 1714 aus Anlass ihrer Profess, wie das Datum und die Inschrift belegen. Sie war Schwester im Kloster Maria Opferung in Zug und legte ihre Profess 1714 ab. Sie war die Schwester von Margarita Maria Seraphina Schwerzmann (1699–1756), welche ebenfalls Schwester im Kloster Maria Opferung war und ihre Profess 1717 ablegte.
Das Messgewandschild stammt aus dem ehemaligen Kapuzinerinnenkloster Maria Opferung in Zug. Nach dem Tod der Mutter Oberin 2019 und dem Wegzug der letzten Schwestern aus dem Kapuzinerinnenkloster Anfang 2021 ging das Kloster in den Besitz des Vereins Kloster Maria Opferung über. Der Verein entschied sich, die Gebäude zu sanieren und sie einer neuen Nutzung zuzuführen. Im Rahmen des Erschliessungsprojekts «Kloster Maria Opferung» (2021–2024) gelangten diverse Objekte ins Museum Burg Zug, unter anderem auch das Messgewandschild. Weitere Informationen zum Erschliessungsprojekt finden Sie im Artikel «Das mobile Kulturgut aus dem ehemaligen Kapuzinerkloster Maria Opferung in Zug. Über 400 Jahre zugerische Sakral-, Kultur- und Bildungsgeschichte in Objekten» Dr. Marco Sigg, Tugium 40 2024, Seite 87–158.