Museum Burg Zug
Kirchenstrasse 11
CH-6300 Zug
T +41 (0) 41 728 29 70
info@burgzug.ch

Kontakt

Öffnungszeiten 
Di-Sa 14-17 |  So 10-17 
Schulen und Gruppen auch ausserhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage

Feiertage

Eintritt
CHF 10, ermässigt CHF 6
Gruppen ab 10 Personen CHF 8

Freier Eintritt
Kinder bis 16 Jahre 
An jedem ersten Mittwoch im Monat 
Mitglieder Freunde Burg Zug
Mitglieder ICOM / VMS
Schweizer Museumspass
Raiffeisenkarte Mitglieder

Besucherinformation
Picknickmöglichkeiten im Burghof


www.zugangsmonitor.ch
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21. November 2018 bis 31.März 2019

gezeichnet. Die «Buchenwaldkinder» auf dem Zugerberg

„Ihre Augen waren dunkel, die Gesichter hart und die Körper steif vom vielen Schlagen. […] Diese Menschen brauchen unendlich viel Liebe und Sonnenschein. Doch unser innerster Wunsch war, ihnen den guten Weg zu zeigen, ihnen zu leuchten; denn nicht mitzuhassen, mitzulieben sind wir da […].“
Elly Forrer, Betreuerin Felsenegg

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gelangen im Rahmen des Hilfswerks Schweizer Spende an die Kriegsgeschädigten vorübergehend 374 Jugendliche aus dem befreiten KZ Buchenwald zur Erholung in die Schweiz. Sie werden als die «Buchenwaldkinder» bekannt. Das auf dem Zugerberg gelegene Jugendheim Felsenegg dient 107 von ihnen im Sommer 1945 als Erholungsheim. Die Zeit auf dem Zugerberg sowie der grosse persönliche Einsatz von Betreuerinnen und Betreuer prägen viele der Jugendlichen zeitlebens.

Das Museum Burg Zug zeigt erstmals über 150 Zeichnungen von den Jugendlichen sowie Dokumente aus den Nachlässen der Betreuerinnen und Betreuer. Es sind besondere zeitgeschichtliche Quellen zum Holocaust. Der kindliche Zeichenstil kontrastiert stark mit der Darstellung der unmenschlichen Lebensbedingungen und dem täglichen Überlebenskampf im Lager. Besonders deutlich wird dies in zwei einzigartigen und zum ersten Mal gezeigten Bildserien. Diese sind als Bildergeschichte angelegt und erzählen – ähnlich einem filmischen Drehbuch oder einem Comic – von Verhaftung, Deportation, Misshandlung und Folter bis in den Tod, aber auch vom Überleben, der Befreiung und dem Beginn eines neuen Lebens. Ergänzt werden die Zeichnungen durch Filme, Hörstationen und Biografien der Zeitzeugen.

Die Ausstellung ist von Gastkurator Manuel Fabritz gestaltet, der an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) Szenografie lehrt. Sie basiert auf dem Forschungsprojekt «Performative Räume. Von Buchenwald in die Schweiz» des Institute for the Performing Arts and Film (IPF) der ZHdK.  

Forschungsprojekt Manuel Fabritz

Private Führungen
Wir führen Sie und Ihre Gruppe gerne durch die Ausstellung. Führungen sind nach Vereinbarung jederzeit buchbar. Auf Wunsch mit Apéro im Anschluss.
Buchung: via Anmeldeformular

Führungen für Schulklassen
Dialogische Führungen durch die Ausstellung für Schulklassen der Sekundarstufe I und II
Information: rhauser@burgzug.ch oder 041 728 29 74 (Mi bis Fr)
Buchung: via Anmeldeformular

Die Ausstellung wird unterstützt von:

Kanton Zug     Stadt Zug  
Ernst Göhner Stiftung     Logo Stiftung Wali Dad     Archiv für Zeitgeschichte     ZHdK     
Buchenwald     Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus     SIG     

Medienresonanz zur Thematik:  

Fernseh SRF 1
Tagesschau, 23. November 2018

Fernseh 3sat
Kulturzeit, 4. Dezember 2018

Radio SRF 1 
Regionaljournal Zentralschweiz, 21. November 2018

Zuger Presse
Wo sich KZ-Überlebende vom Gräuel erholten, 7. März 2018
"Neuanfang nach düsteren Jahren" und "Seit Sommer '45 hatten sie wieder Namen", 21. November 2018

Zuger Zeitung
"Aus dem KZ direkt in die Schweiz", 21. November 2018

Zuger Woche
"Die Buchenwaldkinder", 21. November 2018

Bote der Urschweiz
"Aus dem KZ direkt in die Schweiz", 21. November 2018

Tacheles
"Zeichnungen als Zeitdokumente", 30. November 2018

Zug Kultur
"Überlebende Kinder zeichneten in Zug", Dezember 2018

echt Magazin
"Die Kinder von Buchenwald", Dezember 2018

Zuger Neujahrsblatt
«Was man erlebt hat, bleibt im Kopf drin», Schmutz Barbara, Zuger Neujahrsblatt 2008, S. 73-81

ETH Life
Artikel über die vom Archiv für Zeitgeschichte an der ETH publizierte Studie von Madeleine Lerf zum Thema «Buchenwaldkinder», 15. Juni 2010