Museum Burg Zug
Kirchenstrasse 11
CH-6300 Zug
T +41 (0) 41 728 29 70
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Öffnungszeiten 
Di-Sa 14-17 |  So 10-17 
Schulen und Gruppen auch ausserhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage

Feiertage

Eintritt
CHF 10, ermässigt CHF 6
Gruppen ab 10 Personen CHF 8

Freier Eintritt
Kinder bis 16 Jahre 
An jedem ersten Mittwoch im Monat 
Mitglieder Freunde Burg Zug
Mitglieder ICOM / VMS
Schweizer Museumspass
Raiffeisenkarte Mitglieder

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Picknickmöglichkeiten im Burghof


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21. November 2018 bis 31.März 2019

gezeichnet. Die «Buchenwaldkinder» auf dem Zugerberg

 

«Ich hatte fünf Jahre und acht Monate unter dem Naziregime gelitten. Das heißt, ich hatte keinen Zugang zur Bildung, zur Kultur oder Ähnlichem. Nur Terror und Hunger, vom ersten Tag an. Ich durfte keine Schule mehr besuchen und meine ganze Jugend ging so dahin.»
Abram Kimelman kam 1945 auf den Zugerberg, Interview durch Ronald Hirte / Manuel Fabritz, 24. August 2015

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gelangten 374 junge Erwachsene aus dem befreiten Konzentrationslager Buchenwald in die Schweiz. Diese Gruppe wird als die «Buchenwaldkinder» bekannt. Das auf dem Zugerberg im Kanton Zug gelegene Jugendheim Felsenegg diente 107 von ihnen im Sommer 1945 als Erholungsheim.

«Ihre Augen waren dunkel, ihre Gesichter hart und die Körper steif vom vielen Schlagen. […] Solche Kinder wurden uns anvertraut. Bei uns sollten sie ihre vergangen Jahre vergessen lernen, wieder Vertrauen an die Menschen gewinnen […]. Diese Menschen brauchen unendlich viel Liebe und Sonnenschein. Doch unser innerster Wunsch war, ihnen den guten Weg zu zeigen, ihnen zu leuchten – denn nicht mit zu hassen, mit zu lieben sind wir da […].»
Elly Forrer, Betreuerin im Heim Felsenegg, Tagebuch von 1945, Seite 81

Im Museum Burg Zug werden über 150 Zeichnungen der «Buchenwaldkinder» sowie Dokumente aus den Nachlässen der Betreuerinnen und Betreuer gezeigt. Diese Zeichnungen und die grafisch gestalteten Texte sind einzigartige, persönliche Zeugnisse der Jugendlichen aus Buchenwald. Anhand von Biografien, Dokumenten, Karten und Modellen werden ihre Lebens- und Leidenswege historisch und topografisch in einen europäischen Zusammenhang gestellt.

Die Ausstellung wird von Gastkurator Manuel Fabritz, der an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) Szenografie lehrt, gestaltet. Sie basiert auf dem Forschungsprojekt «Performative Räume. Von Buchenwald in die Schweiz» des Institute for the Performing Arts and Film (IPF) der ZHdK.  

Die Ausstellung wird unterstützt von:

Kanton Zug, Stadt Zug, Ernst Göhner Stiftung, Stiftung Wali Dad, GRA - Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus, SIG - Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund

Kooperationspartner:

Museum Burg Zug, ZHdK - Zürcher Hochschule der Künste

Leihgeber:

AfZ - Archiv für Zeitgeschichte Zürich, Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau Dora

 

Medienresonanz zur Thematik:  

Zuger Presse
Wo sich KZ-Überlebende vom Gräuel erholten, 7. März 2018